{"id":5030,"date":"2018-09-05T14:40:16","date_gmt":"2018-09-05T12:40:16","guid":{"rendered":"https:\/\/bitco3.com\/de\/?p=5030"},"modified":"2025-04-28T13:48:33","modified_gmt":"2025-04-28T11:48:33","slug":"das-konzept-strategisches-demand-management","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bitco3.com\/en\/2018\/09\/05\/das-konzept-strategisches-demand-management\/","title":{"rendered":"Das Konzept \u201eStrategisches Demand Management\u201c"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-5030\" class=\"panel-layout\">\n<div id=\"pg-5030-0\" class=\"panel-grid panel-no-style\">\n<div id=\"pgc-5030-0-0\" class=\"panel-grid-cell\" data-weight=\"1\">\n<div id=\"panel-5030-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" data-style=\"{&quot;background_image_attachment&quot;:false,&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;}\">\n<div class=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\">\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n<div class=\"html-body\">\n<p style=\"text-align: left;\">Das Demand Management ist mit der Verbreitung von ITIL in vielen Unternehmen angekommen: die Anforderungen der Fachbereiche werden durch die IT entgegengenommen, analysiert, priorisiert; \u00fcber die Realisierung entschieden und schlie\u00dflich implementiert. Durch die gesammelten Erfahrungen wurden die Prozesse in den letzten Jahren immer weiter verbessert. Dennoch besteht in einigen Unternehmen eine gewisse Ratlosigkeit. Trotz des professionellen Demand Managements bestehen immer noch (erhebliche) L\u00fccken in der IT-Unterst\u00fctzung, die IT-Abteilung sieht sich zu sp\u00e4t in neue Systemanforderungen eingebunden oder sie bleibt bei der <a href=\"https:\/\/bitco3.com\/en\/tag\/schatten-it\/\">Schatten-IT<\/a> vollst\u00e4ndig ausgeschlossen. Was ist die Ursache f\u00fcr diese Situation? Dieser Frage widme ich mich in meinem heutigen Blogbeitrag \u201eStrategisches Demand Management\u201c.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"pg-5030-1\" class=\"panel-grid panel-has-style\" data-style=\"{&quot;background_image_attachment&quot;:false,&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;,&quot;bottom_margin&quot;:&quot;30px&quot;,&quot;row_stretch&quot;:&quot;full&quot;,&quot;cell_alignment&quot;:&quot;flex-start&quot;}\">\n<div class=\"siteorigin-panels-stretch panel-row-style panel-row-style-for-5030-1\" data-stretch-type=\"full\">\n<div id=\"pgc-5030-1-0\" class=\"panel-grid-cell\" data-style=\"{&quot;background_image_attachment&quot;:false,&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;,&quot;vertical_alignment&quot;:&quot;auto&quot;}\" data-weight=\"1\">\n<div id=\"panel-5030-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-hero panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" data-style=\"{&quot;background_image_attachment&quot;:&quot;4398&quot;,&quot;background_image_attachment_fallback&quot;:false,&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;}\">\n<div class=\"panel-widget-style panel-widget-style-for-5030-1-0-0\"><span style=\"font-size: revert; color: initial;\">In dem Titel steckt in gewisser Weise auch schon die Antwort auf die gerade gestellte Frage. Die beschriebene Situation des Demand Managements ist vor allem durch die kurzfristige und operative Ausrichtung desselben verursacht. Das Demand Management nimmt typischerweise die konkreten Anforderungen der Fachbereiche auf, jedoch ist dieser Prozess zumeist auf einen fassbaren Bedarf ausgerichtet. Die notwendige Konkretisierung und die Verkn\u00fcpfung mit den Budget- und Strategieprozessen im Unternehmen lassen insgesamt die langfristige Perspektive in den Hintergrund treten. In der Praxis f\u00fchrt dies dazu, dass oftmals eine Diskussion der perspektivischen IT-Unterst\u00fctzung unterbleibt. Diese L\u00fccke kann mit dem \u201eStrategischen Demand Management\u201c geschlossen werden.<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"pg-5030-3\" class=\"panel-grid panel-has-style\" data-style=\"{&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;,&quot;row_stretch&quot;:&quot;full&quot;,&quot;cell_alignment&quot;:&quot;flex-start&quot;}\">\n<div class=\"siteorigin-panels-stretch panel-row-style panel-row-style-for-5030-3\" data-stretch-type=\"full\">\n<div id=\"pgc-5030-3-0\" class=\"panel-grid-cell\" data-weight=\"1\">\n<div id=\"panel-5030-3-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"3\" data-style=\"{&quot;background_image_attachment&quot;:false,&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;}\">\n<div class=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\">\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n<div class=\"html-body\">\n<h3>Worin besteht das \u201eStrategische Demand Management\u201c?<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Das strategische Demand Management zielt auf die langfristige Steuerung der IT-Unterst\u00fctzung in den Fachbereichen. Es basiert auf zwei wesentlichen Bausteinen: dem Bebauungsplan und dem strategischen Anwendungsportfolio. Diese beiden Bausteine werden nachfolgend vorgestellt:<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der strategische Bebauungsplan stellt die Beziehung zwischen dem Architekturmanagement und dem Demand Management her. Ausgehend von den Hauptprozessen und -funktionen des Unternehmens in der Gesch\u00e4ftssicht werden in der Applikationssicht die genutzten Anwendungen zugeordnet. Dabei k\u00f6nnen die Anwendungen sowohl durch die IT-Abteilung als auch durch den Fachbereich verantwortet sein (in der Abbildung gr\u00fcn umrandet). In der Infrastruktursicht wird schlie\u00dflich die technische Basis gegen\u00fcbergestellt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"pg-5030-4\" class=\"panel-grid panel-no-style\">\n<div id=\"pgc-5030-4-0\" class=\"panel-grid-cell\" data-weight=\"1\">\n<div id=\"panel-5030-4-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-image panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"4\" data-style=\"{&quot;background_image_attachment&quot;:false,&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;}\"><span style=\"font-size: revert; color: initial;\">Das strategische Anwendungsportfolio basiert auf einem Modell von McFarlan. Hier werden die im Bebauungsplan beschriebenen Anwendungen aus Sicht ihres Einflusses auf die Wettbewerbsposition des Unternehmens bewertet. Dieser Einfluss kann einerseits bereits aktuell vorhanden sein (Gesch\u00e4ftliche Abh\u00e4ngigkeit) oder in der Zukunft liegen (Wettbewerbspotenzial); der aktuelle Einfluss pr\u00e4gt die Risiken bzw. die Abh\u00e4ngigkeit von der IT. Dieser kann grob als hoch oder niedrig eingestuft werden. Der zuk\u00fcnftige Einfluss wiederum wird mit der gleichen Einteilung durch die M\u00f6glichkeit zur Differenzierung im Wettbewerb definiert. Im Ergebnis ergeben sich daraus vier m\u00f6gliche Kombinationen, die sogenannten Modi: Support-Modus, Umstrukturierungs-Modus, Strategischer Modus und Fabrik-Modus. Diese Modi geben sowohl den m\u00f6glichen Wettbewerbsbeitrag einer Anwendung als auch Bedarfe f\u00fcr die strategische Steuerung wieder.<\/span><\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"pg-5030-5\" class=\"panel-grid panel-no-style\">\n<div id=\"pgc-5030-5-0\" class=\"panel-grid-cell\" data-weight=\"1\">\n<div id=\"panel-5030-5-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"5\" data-style=\"{&quot;background_image_attachment&quot;:false,&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;}\">\n<div class=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\">\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n<div class=\"html-body\">\n<p style=\"text-align: left;\">Zusammen ergeben diese beiden Komponenten die strategische Sicht auf die bestehenden oder geplanten Anwendungen und erm\u00f6glichen damit eine integrierte und langfristige Steuerung des Demands eines Fachbereiches.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"pg-5030-7\" class=\"panel-grid panel-no-style\">\n<div id=\"pgc-5030-7-0\" class=\"panel-grid-cell\" data-weight=\"1\">\n<div id=\"panel-5030-7-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"7\" data-style=\"{&quot;background_image_attachment&quot;:false,&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;}\">\n<div class=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\">\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n<div class=\"html-body\">\n<h3>Was ben\u00f6tige ich daf\u00fcr?<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Umsetzung eines strategischen Demand Managements erfordert kein gro\u00dfes Projekt. Es gibt jedoch vier zentrale Bausteine, die f\u00fcr den Erfolg des Ansatzes unerl\u00e4sslich sind:<\/p>\n<h3>1. Anpassung des F\u00fchrungssystems der IT<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Voraussetzung f\u00fcr den Erfolg des strategischen Demand Managements ist die Entwicklung eines gemeinsamen Verst\u00e4ndnisses der Rolle der IT zwischen Fachbereich und IT. Es muss ein gemeinsames Wertesystem f\u00fcr den Einsatz der Technologie bestehen. Zudem m\u00fcssen auch allseits akzeptierte Grenzen in der IT-Gestaltung und Nutzung gelten. Idealerweise ist zudem im Rahmen der <a href=\"https:\/\/bitco3.com\/en\/category\/it-governance\/\">adaptiven IT-Governance<\/a> gekl\u00e4rt, welche Aufgaben die Fachbereiche selbst \u00fcbernehmen d\u00fcrfen.<\/p>\n<h3>2. Transparenz \u00fcber alle Anwendungen<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Weitere Voraussetzung ist die Schaffung von Transparenz \u00fcber die Ist-Situation. Auch die <a href=\"https:\/\/bitco3.com\/en\/tag\/schatten-it\/\">Schatten-IT<\/a> muss aufgedeckt sein, um den tats\u00e4chlichen IT-Demand sichtbar zu machen. Wie oben dargestellt werden die im Fachbereich erstellten Anwendungen ebenso wie die offiziellen, durch die IT-Abteilung betriebenen Systeme, in den Bebauungsplan und das Portfolio eingebunden.<\/p>\n<h3>3. Definition wichtiger Rollen<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Die langfristige Planung des IT-Demands ben\u00f6tigt entsprechende Tr\u00e4ger in der Organisation. Dazu m\u00fcssen zwei wichtige Rollen im Unternehmen etabliert werden. Der Dom\u00e4nenarchitekt und der Process Owner. Dabei unterschiedet sich die Abgrenzung der Dom\u00e4nen von Unternehmen zu Unternehmen. Beispiele hierf\u00fcr w\u00e4ren etwa \u201eFinance\u201c oder \u201eVertrieb\u201c. Beide Rollen m\u00fcssen nicht unbedingt ein Hauptamt sein, aber es m\u00fcssen gen\u00fcgend Ressourcen frei sein, damit f\u00fcr diese wichtigen Aufgaben auch tats\u00e4chlich Raum besteht.<br \/>\nDer Dom\u00e4nenarchitekt ist in der IT-Abteilung angesiedelt und hat die Architektur der fachlichen Dom\u00e4ne im Blick. Er ist in der Lage diese im Dialog mit dem Process Owner aus dem Fachbereich langfristig zu planen und strategische Handlungsfelder f\u00fcr die Weiterentwicklung der IT-Unterst\u00fctzung zu identifizieren. Der Process Owner wiederum diskutiert im Fachbereich die IT-Vision und ist in der Lage diese dem Architekten zu vermitteln. Beide gemeinsam nehmen die Bewertung f\u00fcr das strategische Portfolio vor; sie besprechen auch, welche Fachbereichsanwendungen durch die IT betrieben werden k\u00f6nnen und welche Anwendungen Potenzial f\u00fcr Konsolidierungen bieten. Schlie\u00dflich planen beide gemeinsam mit dem Unternehmensarchitekten die Integration und Standardisierung der Anwendungen insgesamt.<\/p>\n<h3>4. Anbindung an operativen Demand-Prozess und das Projektportfolio-Management<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Das Strategische Demand Management muss in die weiteren IT-Managementprozesse eingebunden werden. Hierzu z\u00e4hlt naturgem\u00e4\u00df die Abstimmung mit dem operativen Demand Management. Hier stehen zwei Fragen im Mittelpunkt: wann werden strategische Demands zu tats\u00e4chlich zu realisierenden Funktionen und wie werden operative Demands mit strategischem Einfluss identifiziert. Gleichzeitig muss nat\u00fcrlich auch die strategische Weiterentwicklung einer Dom\u00e4ne mit dem Projektportfolio des Unternehmens in Hinblick auf die Priorisierung abgeglichen werden.<\/p>\n<p>______________________<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die Anpassung des F\u00fchrungssystems \u00fcber eine adaptive IT-Governance und die Steuerung der Schatten-IT haben wir schon in verschiedenen anderen Beitr\u00e4gen thematisiert. In der n\u00e4chsten Zeit werden wir die beiden letzten Teilgebiete weiter vertiefen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sehen Sie noch weitere Aufgaben des strategischen Demand-Managements? Haben Sie \u00e4hnliche Erfahrungen gemacht? Ich freue mich auf Ihre R\u00fcckmeldung.<\/p>\n<p><a style=\"float: right;\" href=\"https:\/\/bitco3.com\/en\/ueber-uns\/\">Autor: Prof. Dr. Christopher Rentrop<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Demand Management ist mit der Verbreitung von ITIL in vielen Unternehmen angekommen: die Anforderungen der Fachbereiche werden durch die IT entgegengenommen, analysiert, priorisiert; \u00fcber die Realisierung entschieden und schlie\u00dflich implementiert. Durch die gesammelten Erfahrungen wurden die Prozesse in den letzten Jahren immer weiter verbessert. Dennoch besteht in einigen Unternehmen eine gewisse Ratlosigkeit. 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