{"id":6046,"date":"2019-09-11T12:10:04","date_gmt":"2019-09-11T10:10:04","guid":{"rendered":"https:\/\/bitco3.com\/de\/?p=6046"},"modified":"2025-04-28T13:48:28","modified_gmt":"2025-04-28T11:48:28","slug":"wie-wird-die-it-zum-business-partner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bitco3.com\/en\/2019\/09\/11\/wie-wird-die-it-zum-business-partner\/","title":{"rendered":"Wie wird die IT zum Business Partner?"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-6046\" class=\"panel-layout\">\n<div id=\"pg-6046-0\" class=\"panel-grid panel-no-style\" data-style=\"{&quot;background_image_attachment&quot;:false,&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;,&quot;cell_alignment&quot;:&quot;flex-start&quot;}\">\n<div id=\"pgc-6046-0-0\" class=\"panel-grid-cell\" data-weight=\"1\">\n<div id=\"panel-6046-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child\" data-index=\"0\" data-style=\"{&quot;background_image_attachment&quot;:false,&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;}\">\n<div class=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\">\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n<p>Seit einigen Jahren ist in vielen IT-Leitbildern von Unternehmen die Vision formuliert, dass sich die IT von einer Kostenstelle zu einem Business Partner entwickeln soll. Der allseits anerkannte Druck der Digitalisierung verst\u00e4rkt die Bedeutung dieser Idee. In diesem Blogbeitrag widme ich mich der Frage, welche Voraussetzungen gegeben sein m\u00fcssen, damit die IT als Partner des Business wahrgenommen und akzeptiert wird.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"panel-6046-0-0-1\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor\" data-index=\"1\" data-style=\"{&quot;background_image_attachment&quot;:false,&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;}\">\n<div class=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\">\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n<div class=\"html-body\">\n<p style=\"text-align: left;\">Das Ziel der Transformation der IT-Abteilung an sich ist sicher unstrittig, jedoch bleibt es in zahlreichen Unternehmen eine leere Phrase, da nicht klar ist, wie diese Transformation umgesetzt werden soll. Als Ans\u00e4tze werden daf\u00fcr unter anderem die Cloudifizierung der Infrastruktur, die Nutzung agiler Methoden oder eine andere Kostenverrechnung als L\u00f6sungswege genannt. In der Praxis findet sich trotz zahlreicher Initiativen in diesen Themen jedoch h\u00e4ufig ein anderes Bild: Fachbereich und IT arbeiten in stummer Missachtung nebeneinander her; wertsch\u00f6pfende Kooperation ist nur in Einzelf\u00e4llen vorhanden, wenn sich die Beteiligten auf pers\u00f6nlicher Ebene verstehen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Vertrauen als Basis der Kooperation zwischen Fachbereich und IT<\/h3>\n<p>Die Frage bleibt also, wie Fachbereich und IT zu einer stetigen, wertsch\u00f6pfenden Kooperation gelangen k\u00f6nnen. Ein wichtiges Indiz hierf\u00fcr liefern die genannten Einzelf\u00e4lle: dort herrscht Vertrauen zwischen den Beteiligten. Dieses Vertrauen umfasst beispielsweise das Vertrauen, dass gemeinsame Ziele verfolgt werden, dass das Wort des Anderen Gewicht hat und dass der jeweils Andere die eigenen Probleme versteht. Vertrauen ist also die Grundlage einer wertsch\u00f6pfenden Kooperation zwischen Fachbereich und IT.<\/p>\n<p><strong>Soll die IT zu einem anerkannten Partner des Fachbereichs werden, muss personen\u00fcbergreifend Vertrauen zwischen Fachbereich und IT geschaffen werden.<\/strong><\/p>\n<p>Das f\u00fchrt uns zu der n\u00e4chsten Frage, wann Vertrauen entsteht: Zentrale Voraussetzung f\u00fcr Vertrauen sind geteilte Normen und Werte, also ein gemeinsames Weltbild. F\u00fcr die IT bedeutet es, dass Fachbereich und IT ein gemeinsames Verst\u00e4ndnis \u00fcber den Wettbewerbsbeitrag der IT haben und es ein einheitliches Verst\u00e4ndnis \u00fcber grundlegende Fragen wie beispielsweise Architektur, Bedeutung der IT-Sicherheit und IT-Kosten gibt. Auch hier ist in der Praxis oftmals eine Umsetzungsl\u00fccke festzustellen: die IT formuliert in ihrer Strategie zwar ein solches Bild, es ist in den Fachbereichen jedoch wenig bekannt oder wird nicht verstanden. Es fehlt in diesen F\u00e4llen an Kommunikation zwischen den Beteiligten.<\/p>\n<div class=\"html-body\">\n<h3 style=\"text-align: left;\">Fachbereich und IT m\u00fcssen eine gemeinsame Sprache entwickeln<\/h3>\n<p style=\"text-align: left;\">Der Mangel an Kommunikation ist nur teilweise auf fehlende Gelegenheit zur\u00fcck zu f\u00fchren. Vielmehr mangelt es jedoch an gegenseitigem Verst\u00e4ndnis. Verst\u00e4ndnis bezieht sich dabei zum Teil auf das Fachwissen, aber auch schon auf die Aufgabe, seine Anforderungen und Problemstellungen dem Gegen\u00fcber deutlich machen zu k\u00f6nnen. Voraussetzung f\u00fcr ein gemeinsames Weltbild ist demnach das Vorhandensein einer gemeinsamen Sprache. Die gemeinsame Sprache muss dazu dienen, die jeweiligen Standpunkte der Beteiligten zu verdeutlichen, und zwar auf einer Ebene, zu der der jeweils andere auch eine Beziehung herstellen kann:<\/p>\n<p>\u2022 Der Fachbereich muss die Wettbewerbswirkung der IT und die daraus resultierenden Anforderungen an Geschwindigkeit, Stabilit\u00e4t und Kosten der IT beschreiben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u2022 Die IT wiederum muss verdeutlichen, welche technischen Beschr\u00e4nkungen sich aus diesen Anforderungen ergeben.<\/p>\n<p><strong>Zusammengefasst bedeutet das, dass f\u00fcr eine wertsch\u00f6pfende Kooperation zwischen Fachbereich und IT die Beteiligten ein gegenseitiges Vertrauen durch ein gemeinsames Weltbild und eine gemeinsame Sprache entwickeln m\u00fcssen.<\/strong><\/p>\n<div class=\"html-body\">\n<p style=\"text-align: left;\">Vertrauen, Weltbild und Sprache geh\u00f6ren zur Unternehmenskultur; die Entwicklung dieser drei ist damit eine Frage der Kulturgestaltung. Unternehmenskultur ist jedoch nicht direkt beinflussbar, sondern wird \u00fcber die das unmittelbare F\u00fchrungsverhalten und die Ausgestaltung der Koordinationssysteme, wie bspw. Planung oder Reporting, ver\u00e4ndert. Hierbei zeigt die Praxis der Organisationsentwicklung, dass der Weg \u00fcber die Koordinationssysteme der einfachere ist. Am Schluss stellt sich also die Frage, wie ein Koordinationssystem aussehen kann, das eine gemeinsame Sprache sowie ein gemeinsames Weltbild und damit schlie\u00dflich das Vertrauen zwischen Fachbereich und IT f\u00f6rdert.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\">Ein praktischer Ansatz f\u00fcr die Entwicklung eines gemeinsamen Weltbilds<\/h3>\n<p>Aus unseren praktischen Erfahrungen stelle ich Ihnen nachfolgend einen Ansatz vor, mit dem Unternehmen sowohl die Sprache als auch das Weltbild entwickeln k\u00f6nnen und im Ergebnis dadurch das Vertrauen zwischen Fachbereich und IT f\u00f6rdern:\u00b9<\/p>\n<p><strong>Im ersten Schritt<\/strong> ist von allen Beteiligten ein Wertsch\u00f6pfungsmodell des Unternehmens zu erstellen. Dies umfasst typischerweise die verschiedenen Bereiche des Unternehmens (Vertrieb, Leistungserstellung, Support). Zur besseren \u00dcbersicht bietet es sich an, die Verantwortungslevel in operative und dispositive Bereiche zu unterscheiden. Weiterhin kann die technische Infrastruktur, sofern sie IT-Bezug hat, auch abgebildet werden. Erg\u00e4nzend k\u00f6nnen die so beschriebenen Bausteine hinsichtlich der generellen Zufriedenheit mit der aktuellen IT-Unterst\u00fctzung bewertet werden.<\/p>\n<p>Als Ergebnis steht eine Darstellung wie in Bild 1.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"panel-6046-0-0-2\" class=\"so-panel widget widget_sow-image\" data-index=\"2\" data-style=\"{&quot;background_image_attachment&quot;:false,&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;}\"><strong style=\"color: initial;\">Im zweiten Schritt<\/strong><span style=\"color: initial;\"> wird f\u00fcr jeden dieser Bausteine ermittelt, welchen Wettbewerbsbeitrag die IT liefert. Hier k\u00f6nnen zwei grundlegende Richtungen unterschieden werden:<\/span><\/div>\n<div id=\"panel-6046-0-0-3\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor\" data-index=\"3\" data-style=\"{&quot;background_image_attachment&quot;:false,&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;}\">\n<div class=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\">\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n<ul>\n<li style=\"list-style-type: none;\">\n<ul>\u2022 Zum einen kann die IT als Differenzierungsmerkmal dienen und damit die zuk\u00fcnftige Wettbewerbsposition beeinflussen; hiermit werden die Chancen der IT abgebildet.<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u2022 Zum anderen kann die IT schon die aktuelle Wettbewerbsposition beeinflussen, da die Erf\u00fcllung der heutigen Kundenanforderungen von IT abh\u00e4ngt; hiermit werden die Risiken aus der IT abgebildet.<\/p>\n<p>In der Praxis ergibt sich hier manchmal die Situation, dass ein Wertsch\u00f6pfungsbaustein sehr unterschiedliche IT-Beitr\u00e4ge aufweist. In diesen F\u00e4llen sollte dieser Baustein aufgeteilt werden (hier im Beispiel \u201eKundenkontakt und Angebot\u201c sowie \u201eVirtual Show Room\u201c).<\/p>\n<p><strong>Durch diese Vorgehensweise wird, weitgehend unabh\u00e4ngig von der gegenw\u00e4rtigen IT-Landschaft, der Wettbewerbsbeitrag der IT ermittelt.<\/strong> Im Ergebnis ergibt sich ein an die Vorgehensweise von McFarlan\u00b2 angelehntes Portfolio, wie es exemplarisch in Bild\u202f2 dargestellt ist.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div id=\"panel-6046-0-0-4\" class=\"so-panel widget widget_sow-image\" data-index=\"4\" data-style=\"{&quot;background_image_attachment&quot;:false,&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;}\"><span style=\"color: initial;\">In der Praxis f\u00f6rdert diese Vorgehensweise den Meinungsaustausch zwischen Fachbereich und IT: die Diskussion beginnt bei der Wertsch\u00f6pfung des Unternehmens und wird dann auf den Wettbewerbsbeitrag der IT gelenkt. Durch die klare Darstellung des Wettbewerbsbeitrags kann der Fachbereich seine Anforderungen zum Beispiel an Geschwindigkeit oder Funktionsumfang erl\u00e4utern. Im Gegenzug wird es dem IT-Bereich erm\u00f6glicht, seine Notwendigkeiten hinsichtlich Steuerbarkeit des Portfolios, Kosten und Risikovermeidung zu erkl\u00e4ren.<\/span><\/div>\n<div id=\"panel-6046-0-0-5\" class=\"so-panel widget widget_sow-editor panel-last-child\" data-index=\"5\" data-style=\"{&quot;background_image_attachment&quot;:false,&quot;background_display&quot;:&quot;tile&quot;}\">\n<div class=\"so-widget-sow-editor so-widget-sow-editor-base\">\n<div class=\"siteorigin-widget-tinymce textwidget\">\n<p><strong>Durch die konsequente und wiederholte Nutzung dieses Ansatzes entsteht bald eine unternehmensspezifische gemeinsame Sprache zwischen Fachbereich und IT. Die Analyse des Wettbewerbsbeitrags und die Ableitung der entsprechenden Anforderungen f\u00f6rdert das gemeinsame Wertesystem von Fachbereich und IT. <\/strong><\/p>\n<p>Die Erfahrungen in Unternehmen belegen schlie\u00dflich, dass dadurch insgesamt die Zusammenarbeit von Fachbereich und IT sachorientierter und vertrauensvoller wird. Im Ergebnis ver\u00e4ndert sich die Unternehmenskultur und die IT-Abteilung wird zum anerkannten Partner des Fachbereichs.<\/p>\n<p>\u00b9 Mehr zur Umsetzung dieses Ansatzes finden Sie in <a href=\"https:\/\/bitco3.com\/en\/news\/2018\/09\/05\/das-konzept-strategisches-demand-management\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">unserem Beitrag Strategisches Demand Management<\/a>.<\/p>\n<p>\u00b2 <a href=\"https:\/\/hbr.org\/2005\/10\/information-technology-and-the-board-of-directors\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/hbr.org\/2005\/10\/information-technology-and-the-board-of-directors<\/a><\/p>\n<p><a style=\"float: right;\" href=\"https:\/\/bitco3.com\/de\/?noredirect=de_DE#team\">Autor: Prof. Dr. Christopher Rentrop<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit einigen Jahren ist in vielen IT-Leitbildern von Unternehmen die Vision formuliert, dass sich die IT von einer Kostenstelle zu einem Business Partner entwickeln soll. Der allseits anerkannte Druck der Digitalisierung verst\u00e4rkt die Bedeutung dieser Idee. In diesem Blogbeitrag widme ich mich der Frage, welche Voraussetzungen gegeben sein m\u00fcssen, damit die IT als Partner des [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":8241,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"content-type":"","footnotes":""},"categories":[12,150],"tags":[18,47,51,50],"class_list":["post-6046","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-it-strategie","category-strategische-dialoge","tag-digitalisierung","tag-fachbereiche","tag-it","tag-kooperation"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bitco3.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6046","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/bitco3.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bitco3.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bitco3.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bitco3.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6046"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/bitco3.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6046\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12767,"href":"https:\/\/bitco3.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6046\/revisions\/12767"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bitco3.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8241"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bitco3.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6046"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bitco3.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6046"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bitco3.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6046"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}