„Digitalisierung“ und „Enterprise Architecture Management“ – zwei Begriffe, die im Moment in der Welt der IT relativ häufig fallen. Doch was ist eigentlich unter diesen beiden Begriffen zu verstehen? Und gibt es vielleicht sogar einen Zusammenhang zwischen den beiden Konzepten? Dies wollen wir in diesem und einem folgenden Beitrag klären.

Digitalisierung verändert Geschäftsmodelle

Digitalisierung verändert Geschäftsmodelle

„Digitalisierung“ ist eine der meist diskutierten Herausforderungen, denen sich Unternehmen in dieser Zeit stellen müssen. Sucht man nach einer Definition des Begriffes, stößt man auf unterschiedliche Meinungen. Als Ziel der Digitalisierung wird die „Veränderung von Geschäftsmodellen durch die Verbesserung von Geschäftsprozessen aufgrund der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechniken“ genannt. [1]

Geschäftsprozesse und ihre IT-Unterstützung werden jedoch auch in der Unternehmensarchitektur abgebildet und im Enterprise Architecture Management (EAM) aktiv gestaltet:

Eine Unternehmensarchitektur beschreibt die gesamte Hard-, Middle- und Softwarelandschaft eines Unternehmens, die Prozesse und die Verbindung der einzelnen Komponenten. Die IT-Landschaften der Unternehmen sind heutzutage wesentlich komplexer als noch vor 30 Jahren: Unternehmen stellen heutzutage fast jedem Mitarbeiter einen eigenen PC und weitere Endgeräte, wie beispielsweise Tablets, zur Verfügung.

Consumerization - Mitarbeiter tragen ihre IT Affinität in die Unternehmen

Consumerization – Mitarbeiter tragen ihre IT Affinität in die Unternehmen

Doch nicht nur die technischen Möglichkeiten haben sich erweitert, sondern auch die Affinität der Mitarbeiter, diese zu nutzen. Durch den täglichen privaten Umgang mit IT tragen die Mitarbeiter diese Selbstverständlichkeit auch in die Unternehmen. „Consumerization“ ist hier das Stichwort. Doch nicht nur die Applikationslandschaft ist betroffen, Mitarbeiter führen durch die Nutzung neuer Systeme manchmal sogar neue Prozesse in die Unternehmen ein. Consumerization betrifft also nicht nur die IT-, sondern auch die Prozesslandschaft der Unternehmen und somit die gesamten Unternehmensarchitektur.

Um die Entwicklung der Unternehmensarchitektur nicht sich selbst zu überlassen, sondern diese aktiv zu gestalten, führen Unternehmen Enterprise Architecture Management (EAM) ein, also das Management der Unternehmensarchitektur. Dieses hat vor allem drei wesentliche Ziele: die Schaffung von Transparenz über die gesamte Architektur, sowie das Aufdecken und Umsetzen von Integrations- und Standardisierungspotentialen um Synergieeffekte zu nutzen und somit dem Business eine optimale IT-Unterstützung zur Seite zu stellen sowie dem Unternehmen einen Kostenvorteil zu verschaffen.

Welche Schritte eine Digitalisierungsmaßnahme durchlaufen muss um ihre genannten Ziele zu erreichen und wie dies mit Enterprise Architecture Management zusammenhängt, darauf wird im zweiten Teil dieses Beitrags näher eingegangen.

[1] Deloitte & Touche GmbH (2013): Digitalisierung im Mittelstand, S. 8.

Autor: Melanie Huber


3 Kommentare

Tilmann · November 11, 2016 um 9:43 am

Guten Tag,

wurde der zweite Teil zu diesem Artikel schon veröffentlicht?

Vielen Dank 🙂

    Melanie Huber · November 11, 2016 um 10:00 am

    Guten Tag,

    vielen Dank für Ihr Interesse! Da wir die Artikel nach und nach veröffentlichen ist der zweite Teil noch nicht online.
    Die Veröffentlichung ist für den 30.11. eingeplant.

    Viele Grüße,
    Melanie Huber

LEAN EAM Messe · November 23, 2016 um 11:59 am

[…] wobei Einigkeit darüber bestand, dass diese Aussage sehr wohl zutrifft (siehe hierzu auch unser eigener Blogbeitrag, der dieses Thema ebenfalls […]

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